Stand: 17.12.2015

Neue Organisationsformen für allengerechtes Wohnen in Ortskernen am Beispiel der Eifel

 - NOWO Eifel –

Der demografische Wandel und seine Auswirkungen auf und in die Gesellschaft werden gerade den ländlichen ruralen Raum vor tiefgreifende Probleme stellen. Beispiele sind die wachsende Zahl  älter werdender und alleinstehender Menschen in zu großen Gebäuden, steigender Leerstand, Wertverfall von Immobilien, Verödung von Ortskernen, fehlende Single-Wohnungen und Wohnangebote für junge Familien, fehlende barrierefreie und altengerechte Wohnungen, Fortzug junger Menschen, vorzeitiger Umzug älterer Menschen in Pflegeeinrichtungen. Erkennbar ist jetzt schon, die Probleme werden in einigen Regionen unseres Landes sehr groß sein, die Worst-Case Szenarien für die nächsten Jahre sind erschreckend.

Das Land Rheinland-Pfalz stellt sich im Rahmen der Demografiestrategie „Zusammenland Rheinland-Pfalz – Gut für Generationen“ diesen Herausforderungen mit dem Ziel, die Rahmenbedingungen in allen Lebensbereichen so zu gestalten und anzupassen, dass alle Generationen auch in Zukunft gut und gerne in Rheinland-Pfalz leben. Das hier beantragte Projekt setzt dabei direkt in den Handlungsfeldern „Generationen, Miteinander Vielfalt“ sowie „Landesentwicklung, Daseinsvorsorge, Wohnen“ der Demografiestrategie des Landes an. Übergeordnetes Ziel des  Projektes ist,  Modelle allengerechten Wohnens in den Ortskernen der ruralen Regionen zu untersuchen, hier am Beispiel der Eifel. Konkret geht es um die Entwicklung und Machbarkeit neuer Organisations- und Wohnformen für junge und ältere Menschen sowie für Familien. Dabei sollen für die Bürgerinnen und Bürger Perspektiven geschaffen werden, ihre Heimat so weiterzuentwickeln, dass alle Einwohner (jung und alt) willens sind und glücklich zusammenleben wollen und die Region nicht weiter ausgedünnt wird. Aus politisch-gesellschaftlicher Perspektive geht es um den Werterhalt der Immobilien und der Infrastruktur in den Dörfern und den Erhalt des kulturellen Erbes. Somit wird der Fokus klar auf den ländlichen dezentralen Raum gelegt (im Gegensatz zum suburbanen Bereich um die Städte), da hier die gravierendsten Auswirkungen des demografischen Wandels zu erwarten sind.

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